Son Prim Syrah, 2008

Die Edelrebe Syrah zu Gast auf Mallorca! Es gibt sie noch, die kleinen, familiären Weingüter, die voller Idealismus, Leidenschaft und Liebe zum Wein, auf minimalen Rebflächen, herrlich eigenständige Weine vinifizieren. Auf Mallorca heißt einer dieser raren Schätze Celler Son Prim, der etwas versteckt - zwischen Inca und Sencelles - im Herzen des mallorquinischen Weinbaus liegt. Hier schwingt der sympathische Jaume Llabrés das Zepter und seine Weine sind so ehrlich, wie Jaume selbst. Wie er aus französischen Rebsorten, so ganz und gar mediterrane Weine zaubern kann, das zu verstehen, muss man wohl selbst eine Weile auf der traumhaften Mittelmeer-Insel verbracht haben. Die Geschichte der Weinkellerei Son Prim ist auch die Geschichte von Jaume Llabrés. Bei seiner Arbeit als Restaurator antiker Möbel fehlte ihm die Betätigung unter freiem Himmel. Kurzerhand begann er deshalb mit der Aufbereitung der familieneigenen Weinberge. Auf dem Familienwohnsitz in Sencelles wurden Jahr für Jahr Weine für den Eigenverbrauch gekeltert. Jaume kann sich noch daran erinnern, wie er als kleiner Junge gemeinsam mit seinem Vater und Grossvater den Wein mit den Füßen stampfte. Vor knapp 20 Jahren ließ er die sechs Hektar Rebfläche neu bepflanzen. Rebsorten wie Merlot, Cabernet und Syrah befinden sich seitdem im Anbau. Selbstverständlich wurde im Laufe der Zeit auch eine neue Kellerei errichtet, die mit der Ernte von 2004 eingeweiht wurde. Das Ergebnis seiner Bemühungen sind (meist) reinsortige Weine von markanter Persönlichkeit, die die Einzigartigkeit der internationalen Rebsorten, wie Syrah, Cabernet Sauvignon and Merlot, ebenso zeigen wie ihren regionalen Ursprung auf Mallorcal. Sein Syrah zeigt im Glas ein wunderschönes, intensives Purpurrot, im Kern sogar fast schwarz. Das Bouquet duftet nach Blumen, besonders nach Veilchen, mit Anklängen von Feigen und eingekochten Pflaumen. Am Gaumen dann  intensiv, aber frisch und differenziert, mit reifen Früchten, Gewürzen und Schokoladennoten. Der lange Schlussakkord setzt noch mal ein Klasse-Finale.